Session64

Session64
Freitag | 28. Februar 2020 | 20:00 Uhr


Moin moin, am 28.02. KOSMONOVSKI bei der SESSION64

KOSMONOVSKI
Bandinfo bzw. Kleines Plädoyer von Ingo Donot.
Wenn eine Band wie KOSMONOVSKI ein offizielles Debütalbum veröffentlicht,
dann ist man in Promohausen schnell versucht, den – schlimmes Wort! – „Point-of-
Sale“ einzig und allein auf den Fakt zu legen, dass es sich hier um eine – großes
Wort! – „Inklusions-Combo“ handelt.
Sicher: Das macht dieses mittlerweile bandgewordene Projekt um den
sympathischen Sänger und Ex-„The A.M. Thawn“-Mann Holger Denninger schon
speziell. Man erlebt nicht aller Tage ein Musikkollektiv, welches absolut keinen Hehl
daraus macht, dass seelische und körperliche Störungen die Mitglieder
zusammengeführt und -geschweißt haben. Es ist aber genau jene Leichtigkeit, mit
der die Band diese Tatsache auf der Bühne mit einem Augenzwinkern, einer Menge
Verve und charmantem Arschtritt um und ausspielt, die KOSMONOVSKI so intensiv
sein lässt. Ehrenwort.
Und soviel sei an dieser Stelle gleichwohl verspochen: Würde man den psychosozialen
Background mal hintenanstellen und nur die Musik für sich sprechen lassen,
dann wären diese neun – ja, richtig gelesen: NEUN! – Jungs immer noch etwas ganz
besonderes. Das muss man in der Tat gesehen und gehört haben, wie hier live und
auf Platte frisch geradeaus gerockt, gezappelt und gepoltert wird, dass sich diverse
gestandene Bands erstmal die Holzfällerhemden wieder geradeziehen müssen.
Was KOSMONOVSKI da zaubern, ist gleichermaßen treibend wie knackig und dabei
stets angenehm schrullig. Irgendwie ist das Indie, irgendwo Pop, irgendwas daran
Punk und bei all dem immer absolut straight. Im Zusammenspiel mit Holgers
cleveren deutschen Texten wird man jedenfalls das Gefühl nicht los, dass man
in KOSMONOVSKIs Heimatstadt Rheine das Trinkwasser mittlerweile ehrfürchtig mit
gestrecktem Muff Potter Schnaps versetzt hat. Das wurde dann mal direkt im H12
Hafenstudio bei Pogo Mc Cartney, seines Zeichens Bassist der Gruppe Messer und
Studiomann, aufgenommen und später bei Christian Bethge im Rama Tonstudio
Mannheim gemischt und gemastert.
Und dann ist’s eigentlich auch keine große Überraschung mehr, dass das famose
Indie-Label This Charming Man Records aus Münster seinen ohnehin schon
grandiosen Labelroster jetzt um KOSMONOVSKI erweitert hat. Denn da passen
Holger, Henne, Wolle, Alex, Svenson, Michael, Valentin und die zwei Christophs
bestens hin.
Na? „Augen zu und Furcht“, irgendwer? Reinhören, aber zackzack!
(Ingo Donot)
Internet http://www.kosmonovski.de
Label http://www.thischarmingmanrecords.de
Booking http://www.weird-world.de
Promotion http://www.cz-promotions.com



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