Protest gegen den 1000-Kreuze-Marsch

Protest gegen den 1000-Kreuze-Marsch
Samstag | 16. März 2019 | 13:30 Uhr


+++ Demo am 16.03.2019 um 13:30 Uhr am Hauptbahnhof +++
+++ Kundgebung anschließend ab 14:30 Uhr am Prinzipalmarkt +++

Am Samstag, den 16. März, planen Abtreibungsgegner*innen einen Marsch durch Münster. Dieser sogenannte „1000-Kreuze-Marsch“ vereint christlich-fundamentalistische Gruppen, Mitglieder der AfD und andere ultra-konservative Organisationen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Frauen das Recht absprechen über ihren Körper selbst zu bestimmen. Sie wollen einen Schwangerschaftsabbruch als unmoralisch oder sogar als Mord darstellen und fordern das totale Verbot und die Bestrafung von Betroffenen und Ärzt*innen. Hinter dem jährlichen Marsch steckt das Netzwerk „EuroProLife“, das seit vielen Jahren in der ganzen Republik Frauenberatungsstellen und Ärzt*innen terrorisiert: Mit Einschüchterungen, Auflauern, juristischen Klagewellen und öffentlichem Bloßstellen wollen sie verhindern, dass ungewollt Schwangere die Möglichkeit bekommen, sich professionell über Schwangerschaftsabbrüche beraten zu lassen. Mit ihrem Marsch wollen sie Macht gegenüber den Betroffenen demonstrieren.
Es ist an der Zeit, gemeinsam den rückwärtsgewandten Kräften entgegenzutreten und ihren zunehmenden Einfluss zu stoppen. Wir leben in vielfältigen Zusammenhängen: in Patchwork-Familien, als gleichgeschlechtliche Paare, als Alleinerziehende, in zeitweiliger Partnerschaft, in Wohngemeinschaften, mit und ohne (eigene) Kinder. Gerade in Zeiten, in denen rechte Gruppen versuchen, ein Frauenbild aus dem 19. Jahrhundert durchzusetzen, braucht es ein starkes Signal für sexuelle Selbstbestimmung. Deshalb rufen wir zur Teilnahme an den Gegenprotesten am 16. März auf.

Wir fordern:
• den uneingeschränkten Zugang zu Informationen und einem legalen Schwangerschaftsabbruch und die Streichung der §§ 218 und 219 aus dem Gesetzbuch
• soziale und ökonomische staatliche Unterstützung und die notwendige Infrastruktur für alle, die sich für ein Kind entscheiden, damit sie ihre eigene Lebensplanung aufrecht erhalten können
• eine Sexualaufklärung, die es allen ermöglicht, sich in sexueller Selbstbestimmtheit zu entwickeln

Organisationen, die das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung unterstützen:

• SPD Münster
• Grüne Münster
• LINKE Münster
• Jusos Münster
• SDS Münster
• Kaktus Münster
• DGB Stadtverband Münster
• GEW Stadtverband Münster
• Frauen helfen Frauen e.V.
• Deutscher Ärztinnenbund Gruppe Münster
• pro familia Landesverband NRW
• Landesverband der Grünen NRW
• Landesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne NRW
• Kritische Jurist*innen Münster
• Livas e.V. – Lesbischer Kulturverein
• One Billion Rising Münster
• SJD Die Falken Landesverband NRW
• Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
• Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten Landesverband NRW
• Tierrechtstreff
• Fossil Free Münster
• Cinema & Kurbelkiste Münster