Drehbuch Geschichte: Die Ehe der Maria Braun

Drehbuch Geschichte: Die Ehe der Maria Braun
Montag | 23. März 2020 | 18:30 Uhr


Für den Filmkritiker Hans Günther Pflaum eine der wichtigsten filmischen Auseinandersetzungen über die bundesdeutsche Nachkriegszeit – Mit einer Einführung von Dr. Julia Paulus

Als Maria und Herrmann Braun im vierten Jahr des Zweiten Weltkriegs in einer hastigen Zeremonie getraut werden, verbringen sie nur einen halben Tag und eine Nacht zusammen, bevor Herrmann an die Ostfront zurück muss. Bei Kriegsende gilt er als vermisst. In einer Bar, die für Deutsche „off limits“ ist, lernt Maria den Afroamerikaner Bill kennen. Später wird sie sagen: „Meinen Mann liebe ich, Bill habe ich lieb gehabt.“ Ein Heimkehrer bringt ihr die Nachricht von Herrmanns Tod. Doch eines Tages steht der Totgesagte vor der Tür. Als er Maria in Bills Armen findet, schlägt er auf sie ein. Bill versucht einzugreifen. Maria erträgt Herrmanns demütigende Situation nicht und schlägt Bill mit einer Flasche nieder. Vor Gericht übernimmt Herrmann die Schuld am Tod des amerikanischen Soldaten, und während er im Gefängnis sitzt, versucht Maria für das spätere gemeinsame Leben zu sorgen. Sie lernt den Industriellen Karl Oswald kennen und wird auf ihre Weise Teil des wirtschaftlichen Aufstiegs der BRD.

Deutschland 1978 · R: Rainer Werner Fassbinder · Db: Peter Märthesheimer · K: Michael Ballhaus • Mit Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch, Hark Bohm, Günther Kaufmann u.a. · Musik: Peer Raben · ab 12 J. · 120′

Die Trümmer sind unter uns: Nachkrieg im Film – 6 Filmforen mit Einführung. Im Frühjahr jährt sich das Ende des 2. Weltkriegs zum 75. Mal. Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt und in ihren historischen Kontext eingeordnet.

Die Linse gemeinsam mit
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Westfalen Lippe
Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte



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