Der Staat als Feminist?! Kritik des staatlichen Feminismus

Der Staat als Feminist?! Kritik des staatlichen Feminismus
Sonntag | 16. Februar 2020 | 15:30 Uhr


Salon féministe Vol. 32: Der Staat als Feminist?! ­ Kritik des staatlichen Feminismus

Kita Ausbau, „familienfreundliche“ Unternehmen, Gleichstellungsbeauftragte, Eltern­ und Betreuungsgeld sind in aller Munde und werden sowohl in Parlamenten als auch am Küchentisch diskutiert. Es entsteht der Eindruck, dass der Staat der neue Verbündete im Kampf um eine Gleichstellung der Geschlechter geworden ist. Trotz aller „Bemühungen“ staatlicherseits ist weder eine formelle noch eine reale Gleichstellung in Sicht. Das ist kein Zufall. Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass mit den umgesetzten Strukturen und Gesetzen ganz andere Ziele als die Befreiung der
Frau angestrebt werden.

Im Vortrag wollen wir herleiten, welche Vermittlungszusammenhänge zwischen Kapitalismus, staatlicher Steuerung und der Konstituierung eines Geschlechterverhältnisses auf Kosten der Frau bestehen. Hierfür leiten wir historisch aus den unterschiedlichen feministischen Strömungen her, welche Teilaspekte sich vom Staat einverleibt wurden und in welchem Zusammenhang sie zur kapitalistischen Verwertungslogik stehen. Dabei wollen wir nicht nur bei einer Kritik verharren, sondern auf ihrer Grundlage herausarbeiten, wie ein Feminismus konzipiert sein sollte, der auf die Befreiung der Frau abzielt und diese in eine gesamtgesellschaftliche Befreiung einbettet.

Der Vortrag wird gehalten von Diskursiv Aachen und startet um 15.30 Uhr. Kommt gerne schon um 15 Uhr zu Kaffee und Kuchen. Solltet ihr eine Kinderbetreuung benötigen, sagt uns gerne im Vorhinein per Mail an asta.frauenreferat@uni-muenster.de Bescheid.



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