Ausstellungseröffnung / Opening

Ausstellungseröffnung / Opening
Freitag | 14. Juni 2019 | 19:00 Uhr


Eröffnung der internationalen Gruppenausstellung „L’Intrus REDUX“
Mit:
Ayman Alazraq / Emanuel Svedin
Nadia Barkate
Mounir Gouri
Jumana Manna
Omar Mismar
Chelsea Knight / Shane Aslan Selzer
Mourad Krinah
Anna López Luna
Katharina Monka
Sondra Perry
Sreshta Rit Premnath
Lara Tabet

Kuratiert von/curated by Natasha Marie Llorens.

Laufzeit: 15. Juni–18. August 2019
Westfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, 48143 Münster
Öffnungszeiten: Di-So 11-19 Uhr
/
Exhibition: 15 June–18 August 2019
Westfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, 48143 Münster
Opening Hours: Tue-Sun 11am–7pm

Weitere Informationen/more information:
http://www.westfaelischer-kunstverein.de

Anmelden zum/subscribe to our Newslette:
https://www.westfaelischer-kunstverein.de/newsletter/

„L’Intrus REDUX“
Im Sommer 2019 realisiert der Westfälische Kunstverein eine internationale Gruppenausstellung in Zusammenarbeit mit der freien Kuratorin Natasha Marie Llorens (New York/Marseille). Llorens wird in Münster ein zweites Kapitel (daher der Zusatz „REDUX“) ihres Projekts „L’Intrus“ präsentieren, das sie im vergangenen Jahr für den Ausstellungsort Tabakalera in San Sebastian entwickelt hat.

Die Ausstellung setzt sich damit auseinander, wie schwierig es ist, sich ein komplexes, sich allen moralisch-ethischen Ansprüchen verpflichtendes Bild des „Fremden“ zu machen. Die, den oder das Fremde abzubilden, allein über sie zu sprechen, ist heikel, weil es oftmals einer Reduzierung auf das Merkmal „fremd“ gleichkommt. Die reine Gegenwart des Fremden wirft uns (jede/n Einzelne/n und auch die Gesellschaftsgruppe als Ganzes) zurück auf unsere eigene Identität und den uns umgebenden Ort, den wir Heimat nennen und worin uns das Fremde so augenfällig wird.

Der Titel „L’Intrus“ (Der Eindringling) ist Jean-Luc Nancys gleichnamigem Essay (1999/2000) entlehnt, der auch inhaltlich den Ausgangspunkt dieses Ausstellungsprojekts darstellt. Der französische Philosoph Nancy setzt den Eindringling, den Fremden gleich mit einem transplantierten Herzen. Der Körper braucht diesen Fremden, droht aber zugleich, ihn jederzeit abzustoßen und folglich zu sterben. Nancy folgert und überträgt seine Gedanken auf den Gesellschaftskörper: Der Fremde war immer schon Teil dieses Gesellschaftskörpers; und er braucht die Präsenz des Fremden und die Fremdheit, die Abgrenzung. Fremdheit, Andersartigkeit wird in diesem Denkmodell zur produktiven Interdependenz.