Verfolgung und Rehabilitierung Homosexueller im NS und der BRD

Verfolgung und Rehabilitierung Homosexueller im NS und der BRD
Verfolgung und Rehabilitierung Homosexueller im NS und der BRD
Mittwoch | 9. August 2017 | 19:00 Uhr


Verfolgung und Rehabilitierung homosexueller Männer im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik

Vortrag und Diskussion mit Dr. Frank Ahland

Während des Nationalsozialismus erreichte die jahrhundertealte Verfolgung homosexueller Männer ein bis dahin nicht gekanntes Ausmaß. Nach Schätzungen wurden in den zwölf Jahren des NS-Regimes rund 50.000 Männer nach § 175 RStGB verurteilt. Nicht selten folgte auf die verbüßte Haft die Verschleppung in ein KZ. Mit dem Ende der Naziherrschaft endete die Verfolgung jedoch nicht, in den 1950ern und 1960ern wurden erneut zehntausende Männer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung kriminalisiert.

Der Dortmunder Historiker Dr. Frank Ahland nimmt nicht nur die Verfolgten, sondern auch ihre Verfolger in den Blick. Wie konnte es dem NS-Regime gelingen, Polizei und Justiz so erfolgreich in den Dienst der Verfolgung homosexueller Männer zu stellen? Wie lässt sich die in der frühen Bundesrepublik erneut anschwellende Verfolgung erklären? Gab es Gegenkräfte, die der Verfolgung ein Ende setzen wollten?

Veranstaltung im Rahmen der Pride Weeks des CSD Münster 2017.
https://csdmuenster.wordpress.com/category/pride-weeks-2017/